My Writings. My Thoughts.

Archive for columns & rants

Comic Quickie | House Of Mystery Vol. 1: Room & Boredom

by batpawn | | March 1st, 2010 | batpawn, columns & rants, comics, reviews | No Comments »

Lasst uns doch heute alle gemeinsam ein Konzept für eine neue “On Going” Comicserie ausarbeiten. Welche Zutaten brauchen wir dafür? Zunächst einmal ein Genre unter dessem Deckmantel wir unsere Idee verwirklichen. Wenn ihr denn nun alle einverstanden seid, nehmen wir uns das Thema “Fabeln und Gute Nachtgeschichten” vor. Dann eine innovative, packende – vielleicht ja sogar ‘noch nie da gewesene’ – Story, die dem, für unsere Idee, passendem Genre schmeichelt. Ein wenig Sozialsatire hier, ein spannender Cliffhanger am Ende der ersten Ausgabe da. Natürlich eine Handvoll liebenswerter Charaktere und, um das ganze abzurunden, einen Fiesling der die Motivation unserer Helden steigert.

Oder wir machen es uns ganz einfach, packen die Mottenkiste unseres Verlages ‘raus (in diesem Fall DC Comics und dessen Vertigo Imprint) und verleihen dem ganzen einen komplett neuen Anstrich. Was, das ist euch nicht innovativ genug? Ein Schelm über mich, weil ich mir einfach die Ideen längst vergessener Tage zu Nutze mache? Und wenn ich euch nun sage dass ich mit Matthew Sturges und Bill Willingham gleich zwei Autoren die für ihre schaurig schönen Erzählungen (namhaft die fantastische Fables Reihe) bekannt sind, verpflichten konnte? Ach, noch immer nicht überzeugt? Sind wir gar etwas kleinlaut und verwöhnt? Wie ihr wollt… aber euch sei doch bitte gesagt dass ihr euch mit House Of Mystery die wohl derzeit beste Comicserie auf dem Markt entgehen lasst. Seid mir bitte nicht böse, aber hier wird auf keinen Fall mit Superlativen gespart. Denn was sich der leitende Schreiberling dieser Serie, Matthew Sturges, aus den Fingern saugt stellt stellenweise sämtliche Fantasien der von so manch einer Fabel in den Schatten.

Wie schon erwähnt ist das Konzept dieser Reihe nicht ganz neu, wenn auch noch nie in dieser Form da gewesen. Basieren tut das ganze auf der gleichnamigen House Of Mystery Comicreihe die ab dem kühlen Dezember von 1951 beim Stammverlag DC Comics publiziert wurde. In dieser ursprünglichen Form nahm die Serie große Anleihen auf die thematisch ähnlichen Geschichte aus der Gruft die der Konkurrenzverlag EC Comics veröffentlichte. So drehte sich die zugrunde liegende Geschichte um die zwei Besitzer des Hauses, Cain (tatsächlich auch hier der Bruder von Abel) und Gregory, die sich trotz ihrer natürlichen Differenz immer auf Ruhe besinnen konnten, um dem Leser schaurig schöne Horrorkurzgeschichten erzählen zu können die von Ausgabe zu Ausgabe als “Comic innerhalb des Comics” eingebunden, und meist von verschiedenen Autoren und Zeichnern verwirklicht wurden.

Viel zu Früh fiel diese Serie dann in ein kreatives Loch als mitte der 50er Jahre der Comic Code ausgerufen wurde, dessen ziel es war Comics kinderfreundlicher zu machen, und in Folge dessen die Geschichten fast gänzlich von übernatürlichen und okkulten Figuren wie Werwölfen und Vampiren befreite. Was diese Comicreihe allerdings nicht daran hinderte, nachdem sie 1983 aufgrund eher mäßiger Verkaufszahlen eingestellt wurde, im Jahre 1986 in alter Frische neu zu starten und mit insgesamt 321 Ausgaben bis 1998 ein stattliches Alter zu erreichen. Nun wanderte die Serie über zu Vertigo Comics, bekannter Maßen DC’s Ablagestelle für Comics mit intensiveren, erwachsenen Inhalten. Gerade diese Freiheit der Darstellung eher pikanterer Themen gewährleistet Möglichkeiten für die Serie, die man schon seit 1955 anstrebt: zu ihren düsteren, surrealen Ursprüngen zurückzukehren… und dank eines erfrischend neuem Konzeptes das von Sturges und Willingham ausgearbeitet wurde, darüber weit hinaus zu wandern.

Aber mal ehrlich, wen interessiert schon dieser ganze trockene, geschichtliche Pathos? Gehen wir doch lieber auf das hier angesprochene ‘Reboot’ ein, auch wenn ‘Reboot’ wohl nicht ganz der richtige Ausdruck ist. Tatsächlich handelt es sich hierbei um eine indirekte Fortsetzung des Klassikers, die bereits in Neil Gaimans ‘Märchen für Erwachsene’ The Sandman ihren Ursprung finden konnte. So wurde etabliert dass sich das besagte Haus der Mysterien in ‘the Dreaming’, dem Reich der Träume und Hort von Sandmans Hauptcharakter Morpheus, befindet.

Gleich die erste Seite von Room & Boredom beruft sich auf die längst vergangenen Ursprünge, wenn Cain und Abel gemeinsam mit einem Tässchen Tee im Land der Träume den Tag ausklingen lassen, und Abel von seinem Bruder Cain eine Axt in die Brust gerammt bekommt. Jemand hat Cains altes Domizil, das Haus, gestohlen. Und nach Jahren des Ruhestandes ist es an der Zeit, es wieder zurück zu gewinnen.

So wird uns zu Anfang der große Unterschied zum ursprünglichem Haus klar: die neue, unverwüstliche Grundstimmung. Wenn auch mindestens genauso atmosphärisch und traumgleich wie in alten Tagen, liegt hierbei der Schwerpunkt viel mehr bei den Bewohnern des Hauses selbst und deren Vergangenheit. Oder auch ganz allgemein auf der Geschichte an sich, die sich von Kapitel zu Kapitel weiter ausbaut und schon in diesem ersten Sammelband richtig Lust auf einen packenden Höhepunkt macht, bei dem die vielen Fragen die sich aufgestaut haben, zumindest teilweise eine Beantwortung finden. Das Zentrum dieser Serie ist also eindeutig die Handlung, wohingegen die ‘Story’ im ‘Original’ eher das schmückende Beiwerk zu den wesentlich interessanteren Horrorkurzgeschichten war.

Das heißt natürlich nicht dass man sich von seinen Ursprüngen gänzlich entfernt hat. Auch hier haben von Ausgabe zu Ausgabe die Besucher dieses Etablissements eine düstere Geschichte auf Lager um sich so ein weiteres Getränk vom attraktiven und draufgängerischen Barkeeper Harry zu prellen. Geschichten, die nicht selten einen starken Magen des Lesers voraussetzen und die ein oder anderen gestärkten Neven. Schon die teuflische Geschichte im ersten Kapitel setzt den Grundton für alle Ausgaben, die noch folgen werden. Ohne zu viel zu verraten, dreht sie sich um eine naiv blonde, kindliche Schönheit vom Lande die sich in eine menschengroße Monsterfliege verliebt, und deren Früchte der Liebe ein böses Schicksal nach sich ziehen werden. Guten Appetit.

In alter Tradition werden diese kleinen, bösen Geschichte, Ausgabe zu Ausgabe von einem anderen Künstler bebildert. Während die Haupthandlung von Luca Rossi in schaurig, gotische Bilder realisiert wird, sind es Künstler wie die wunderbare Jill Thompson, die ihr schauriges stell-dich-ein geben. Dabei gelingt der raffinierte Clou, bei dem die betreffenden Künstler zwar ihren ganz persönlichen Stil in die Geschichten mit einfließen lassen, dennoch gerade in den kleinen Details Anleihen auf Rossis Zeichnungen machen, wodurch es zwar sehr stark verdeutlicht wird, wann die ‘bösen Märchen’ beginnen und enden, diese Übergänge allerdings sehr organisch und angenehm verlaufen.

Natürlich ist eine sich über Monate hinwegziehende Geschichte nur so gut, wie die Prota- und Antagonisten, die sie tragen. Auch hier haben Sturges und Willingham Figuren konzipiert, die zwar unterschiedlicher nicht sein können, doch gerade deswegen so gut miteinander harmonieren. Sei es der Frauenheld Harry der der schönen Kellnerin Cress sicherlich schon mehr als einmal das Herz gebrochen hat. Da ist der Poet, Koch des Hauses, ein hoffnungsloser Romantiker der zu jeder Tragik des Lebens ein Gedicht aus dem Herzen vorzutragen hat, man dessen scharfe, zynische Zunge allerdings besser nicht unterschätzt. Genauso wenig wie man die wilde Piratenbraut Ann unterschätzen sollte, die einem Besucher des Hauses schon ganz gerne mal den Arm auskugelt. Einfach weil sie ‘ihn eigentlich eh nicht so sehr mag’. Und dann haben wir auch noch den stillen Hauptcharakter der Geschichte, die Architekturstudentin Fig, die eines Nachts auf der Flucht vor zwei mysteriösen Gestalten durch eine Hintertür in das Haus gelangt ist, das – wie es die Ironie so will – genau dem Haus entspricht, das sie einst in ihren Träumen erdacht hatte.

Fünf Figuren, so unterschiedlich wie Tag und nacht, die aus verschiedenen Epochen und… vielleicht sogar… Dimensionen in dieses Haus gelangen konnten, und seitdem als Gefangene dort ihr Leben fristen müssen. Fünf Figuren über die man nicht weniger wissen könnte… ausser dass sie aus den Fesseln des Hauses entkommen wollen, koste es, was es wolle. Und natürlich die Vielzahl der Hausbesucher die aus verschiedensten Dimensionen angereist kommen, und für ein alkoholisches Getränk (oder sogar zwei) bereit sich, dem Leser mit ihren bedrohlichen Erzählungen einen Schauer über den Rücken zu Jagen. Charaktere, die in ihrer natürlichen Unsicherheit sich einer Sache nicht wirklich im klaren sind: der wahre Feind, ist das Haus selbst.

House of Mystery ist brillant aufgrund so vieler verschiedener Dinge. Vor allem zeigt sich die Brillanz in der Kombination aus einer spannenden Horrorhandlung und unheimlichen Gute Nacht Geschichten die dem Leser von Ausgabe zu Ausgabe das Fürchten lehren. Natürlich sind es auch die bunten, sympathischen Charaktere die uns bei den Händen packen undin eine Welt entführen die ungemütlicher nicht sein könnte, wir sie allerdings dennoch nicht loslassen möchten. Zumindest so lange nicht, bis auch die letzte Kerze ausgeblasen wird und man uns zur Bettruhe bittet. Gott stehe uns bei sollte dies eintreffen.

Mystery-Horror
Matthew Sturges, Bill Willingham, Luca Rossi
Cover: Sam Weber
©2008, DC COMICS / VERTIGO COMICS

Review | Superman: Birthright

by postu | | February 20th, 2010 | columns & rants, comics, postu, reviews | No Comments »

“You want the suit to have a mask?” “Can’t. There’s the problem. If I want people to trust me, they’ll have to be able to see my face.”

“The origin of the Man Of Steel” steht im Untertitel. Wenn es nach mir ginge, müsste es “THE origin…“ heißen. Birthright war einer meiner ersten großen Superman-Comics und bereits beim ersten Lesen machte sich bei mir der Eindruck breit, dass das etwas ganz besonderes ist. Zu verdanken ist das zum einen Mark Waid, seines Zeichens Autor (Flash, Green Lantern, JLA, Supergirl, etc.)  und zum anderen Leinil Francis Yu, der sich zusammen mit Gerry Alanguilan den künstlerischen Part zur Brust genommen hat. Rein oberflächlich betrachtet macht in meinen Augen der extrem sketchige, harte und zugleich unheimlich kraftvolle Zeichenstil den Reiz des Comics für mich aus. Yu hat es geschafft, einen Superman aufs Blatt Papier zu bringen, der dem “man” im Namen wirklich gerecht wird. Wir haben durchweg markante Gesichtszüge und einen überaus maskulin wirkenden Clark Kent. Er ist kein stereotypes Muskelpaket, aber man erkennt doch sehr deutlich seinen athletischen Körper, den er später noch eindrucksvoll zum Besten gibt. Außerdem mag ich seine Haare. Der Yu-Supes kann mühelos mit dem haarigen Biest von John Byrne konkurrieren! Überdies sieht man in einer Story mit Superman, dem Vorzeigebewohner der Erde, selten so viele dunkle und schattige Panels. Wirklich beeindruckend.

Ich leiste erstmal ein wenig inhaltstechnische Arbeit. Die ersten 20 Seiten beschreiben die letzten Stunden von Krypton und den psychischen Druck, dem Jor-El und Lara ausgesetzt sind, als sie keinen anderen Ausweg sehen und ihr geliebtes Kind auf die Reise ohne Wiederkehr schicken müssen. Jor-El ringt mit den Gefühlen, macht sich teils selbst für den Untergang des Planeten verantwortlich und sieht keine Zukunft für seinen Jungen.

“Hopeless. It’s hopeless. […] I warned them, Lara. The building pressure at Krypton’s core… the groundquake… my findings… all “under advisement” by an administrative council of dismissive fools.”

Lara, Sanftmut in Person, strahlt eine solche Ruhe aus, die uns Lesern nichts anderes als eine liebende Mutter suggeriert. Sie ist es, die ihrem Mann Beistand leistet, als er sich, starr vor Liebe, nicht in der Lage sieht, seinen Sohn fortzuschicken. Sie ist es, deren Mutterliebe so groß ist, um den Kleinen des Lebens wegen loszulassen und in das große Unbekannte entlässt.

“[…] Keep faith in what we have accomplished for… it is Kal-El’s only survival. [...] Jor, listen to me. I am so frightened. I cannot imagine Kal-El not in my arms. But he doesn’t need our science now. He needs our courage.”

Die Autoren vermitteln uns dabei ein überaus interessantes Bild von Krypton. Architektonisch gesehen wirkt alles hoch zivilisiert, sehr durchdacht und technisch auf dem höchsten Stand der Zeit. Die Details machen die großzügig verteilten kryptonischen Symbole aus, die dem begeisterten Anhänger alle bekannt sein dürften.  Das gefällt mir sehr. Ich habe die “New Krypton”-Reihe noch nicht gelesen, gehe aber stark davon aus, dass ich dort mit ähnlicher Baukunst und Symbolik konfrontiert werde.

Krypton explodiert und der kleine Kal-El ist mit Kryptonit im Nacken auf dem Weg zur Erde.

Herzlich willkommen zu Superman: Birthright. Anders als gedacht, beginnt die Geschichte nicht etwa mit einem vermeintlichen Meteoriteneinschlag in Smallville. Nein, wir befinden uns in West Afrika und blicken einem 25-jährigen jungen Mann ins Gesicht, der in die Schussbahn mehrerer Pistolenkugeln sprintet und diese mit der bloßen Hand aufhält. Das haut einen erstmal um, oder nicht? Es stellt sich heraus, dass der junge Clark Kent für den “Ghana Dispatch”, wahrscheinlich das afrikanische Pendant zum Daily Planet, als freier Journalist unterwegs ist. Mit 18 Jahren hat er seine Eltern in Kansas verlassen um im Ausland zu studieren, das tut er seit nunmehr sieben Jahren. Diese Eingangssituation sollte nicht das letzte Mal sein, in der Clark Kent unfreiwilliger Augenzeuge eines eskalierten Bürgerkonflikts wird. Was seine Fähigkeiten angeht, wird er immer wieder gezwungen, weniger diskret zu sein, als man es von Superman in zivil gewohnt ist. Er stemmt einstürzende Gebäude, greift zu umfallen drohende Bäume ehe sie Menschen unter sich begraben und macht sich seinen stählernen Körper als Schild zu Nutze. Doch seine Ehrlichkeit und Offenheit gegenüber den Afrikanern besorgt ihn. Er stellt fest, dass die Bürger Angst vor ihm haben und paranoide Neigungen entwickeln.

“Ma, there’s got to be a way for me to use my abilities and yet not feel totally isolated by them. There’s got to be.”

Zwischendurch spielt Clark mit wilden Löwen und schreibt seiner Mutter von neu erlangten Fertigkeiten. So erwähnt er beispielsweise eine leuchtende Aura, die er um sämtliche Lebewesen herum sieht. Dabei nimmt er Farben wahr, die so schön sind, dass er ihnen keinen Namen geben kann.

“I’m not sure if that halo is a soul or an aura or what. I do know that at the end of the life cycle, it fades pretty quickly, and what’s left behind is… hard to look at. Empty in a way that leaves me empty, too. But when it’s there… my god, how it shines.”

Ich persönlich finde es sehr förderlich, dass uns die Kindheit von Clark Kent erspart bleibt und stattdessen ein 25-jähriger die Hauptrolle bekommt. Birthright ist nicht die erste Origin, die ich lese und so langsam reicht es auch. Meines Erachtens passt es zum außergewöhnlichen Zeichenstil von Leinil Francis Yu auch viel besser, die Kräfte einem erwachsenen Mann zu geben. Ein Kind tut der exorbitanten Stärke lediglich einen Abbruch. Auf den ersten Seiten werden wir mit seiner Unverwundbarkeit, seiner Schnelligkeit, Heat Vision und seiner Kraft vertraut. Ich kann euch nur eins sagen: das ist bemerkenswert!

Die Zeit vergeht und wir befinden uns in Kansas. Clark überrascht Martha und Jonathan Kent mit seiner Rückkehr und dem Leser wird ein Blick in das Leben der beiden Farmer gewährt. Hier sieht man erneut, dass Superman mit dieser Origin eine Frischzellenkur erleidet, Martha wird als jung gebliebene Mutter dargestellt, die leidenschaftlich sämtlichen außerirdischen Erscheinungen auf der Erde nachgeht. Dabei wird ihr eine zeitgemäße Internetaffinität zuteil. Sieht zwar witzig aus und sorgt für einen kurzes Schmunzeln, aber ich hätte es gerne wieder gestrichen. Ich empfinde es so, als würde man die Neuzeit in den Superman-Mythos reinprügeln wollen. Lasst es doch bitte sein…

Clark hat große Pläne, er ist sich seinem Schicksal bewusst und möchte künftig weiterhin Gutes bewirken. Das ist ihm in Afrika klar geworden. Zusammen mit Martha beginnt er aus den Decken, in die er während seiner Raumfahrt eingewickelt worden war, das ikonische Kostüm zu schneidern. Jonathan durchlebt dabei ein Gefühlschaos. Er hängt sehr an Clark und es fällt ihm schwer, ihn so selbstständig und erwachsen zu sehen. Seinen kleinen Jungen. “Pa” erleidet einen Nervenzusammenbruch und tut unüberlegtes, ohne jetzt zuviel verraten zu wollen.

“I didn’t say anything because I wanted to believe it hadn’t broken, Clark. But then you come back only to tell me you didn’t even want my name anymore. That you’re gonna go off and create a whole new identity for yourself. I miss my son.”

Der Koffer für die Reise nach Metropolis ist gepackt. Auf der einen Seite ein blauer Anzug, eingewickelt in ein riesiges rotes Cape. Auf der anderen Seite die Brille von Jonathan Kent, gewöhnliche Oberhemden und ein dunkles Jackett.

“I think I’m in love.”

In der Stadt bewirbt er sich um einen Job beim Daily Planet. Wo sonst? Dabei begegnet er der reizenden Lois Lane, die ihren Namen als toughe Journalisten mit leichten, aber nur ganz leichten Tendenzen zur Dickköpfigkeit alle Ehre macht. Vom zeichnerischen her gehe ich sogar so weit und sage, dass das die beste Lois Lane ist, die ich je gesehen habe. Hab ich schon gesagt, dass ich auf Leinil Francis Yu stehe? Ich kann an dieser Stelle leider nicht beschreiben, wie toll die Panels aussehen. Ihr müsst das wirklich selbst erleben. Ich wünschte mir, dieser Mann hätte “All Star Superman” gezeichnet. Meine persönliche Frank Quitely-Allergie hält nämlich immer noch an.

Weiter… auf den folgenden Seiten tritt der Retter in blau zum ersten Mal ins Rampenlicht. Die anfängliche Nervosität ist aus Clarks Knochen verschwunden, stattdessen durchströmt jetzt ein Adrenalinschub seinen Körper, der den Weg vom Papier bis zum Leser mühelos überwindet. Superman… darf ich schon Superman sagen? Egal, Superman geht dabei mit einer solch großen Souveränität vor, dass sämtliche Fanboy-Herzen Luftsprünge machen. Wirklich!

- “I’d prefer you make an appontm
- Shut up. Two dead, seventeen injured. Is this what you’ve come to?
- What I’ve–? I beg your pardon. Do I know you?
- … I’ve never met anyone like you.”

Im weiteren Verlauf der Geschichte deckt Supes auf, dass Lex Luthor, der Jugendfreund des Clark Kent, in wilde Machenschaften verstrickt ist. Die beiden stehen sich das erste Mal seit Jahren gegenüber und von Freundschaft ist keine Spur mehr. Mal davon abgesehen, dass Lex nicht weiß, wen er da vor sich stehen hat. Hin und wieder durchlebt Clark auch einige Flashbacks, die die Thematik des jungen Lex aufgreifen. Er war schon während der Schulzeit erstaunlich reif für sein Alter, was nicht nur seinen extraordinären Kleidungsstil betrifft. Des Weiteren  glänzt Luthor sowohl mit hohem technischen als auch mit einem außerordentlichen wissenschaftlichen Verständnis, hat aber im Gegensatz dazu keinerlei soziale Kompetenzen.

“Lex always played it off, but I could tell what snawed at him the worst, what made him feel most alone, was the expression pretty much everyone but me had showed him by then—not just in school, but all over Smallville. Underneath all that scorn and mocking, Lex saw it bright as day on folks’ faces. It was fear. Not terror, just… unease. The sad truth is, people are afraid of what they don’t understand… or at least, can’t communicate with.”

Lex steigert sich dermaßen in seinen Fanatismus für fragwürdige Forschung, dass er seit mittlerweile zwei Wochen in seinem selbst errichteten Labor lebt und sich vor der Öffentlichkeit verbarrikadiert. Clark – die beiden haben ihrer Freundschaft vor kurzem streitbedingt gekündigt – beschließt Lex zu besuchen und begibt sich dabei in Lebensgefahr, als dieser ihm seine neueste Erfindung präsentiert: einen Generator für elektromagnetische Felder um Wurmlöcher zu erfassen. Ratet womit das Monstrum angetrieben wird… richtig, Kryptonit. Durch einen Unfall im Labor nimmt der zukünftige Industrie- und Wirtschaftsmagnat sein uns allen bekanntes äußeres an. Flashback Ende.

Ich bin hellauf begeistert von dieser Lex Luthor-Darstellung. Wirklich. Sein Charakter punktet bei mir ganz stark. Erstmal kleidet er sich verdammt lässig und hat eine ganz klare Vorstellung vom Leben. Leute, denen er nichts abgewinnen kann, bekommen seine fuck you-Mentalität zu spüren.

“Lex? Mr. Luthor, am I boring you?“ „No, you’re boring them. I’m beyond bored.”

Des Weiteren halte ich die Situation im Labor für gänzlich gelungen. Man sieht es ihm wirklich an, dass er sich dort über Wochen hinweg verschanzt hat und leidet. Er ist abgemagert, wirkt zerzaust und hat so etwas wie einen Tunnelblick für sein Ziel entwickelt. Die kleinsten Komplikationen lassen ihn seelisch explodieren, was der naive Clark schmerzlich zu spüren bekommt. Ich will mehr von diesem Lex lesen! Widmen wir uns wieder der Gegenwart und wenden uns dem erwachsenen Lex zu. Menschen verändern sich, heißt es immer. Ein Lex Luthor tut das nicht. Natürlich nicht. Kurz nach der Halbzeit von Birthright steht unser kriminelles Superhirn im Zenit seines bisherigen Schaffens: er ist es, der Superman über seine Herkunft aufklärt. Ihr müsst die Gesichter der beiden dabei sehen, Sprachlosigkeit, auf beiden Seiten, Überlegenheit in Verbindung mit Wahnwitz bei Lex und dann ein Ausdruck totaler Fassungslosigkeit des Man of Steel. Ich ziehe meinen Hut vor dem Zeichner, abermals.

Von hier an möchte  ich eigentlich nicht mehr weiter auf den Inhalt eingehen, die Spannung soll euch selbstverständlich erhalten bleiben. Lasst euch bitte nicht den Einmarsch der kryptonischen Krieger in Metropolis entgehen! Nein, ehrlich, das ist ein absolut gutes Stück Kunst. Bei der Erzählung hat sich Mark Waid an zwei oder drei Stellen etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt, das ist teilweise eine Spur zu „out there“. Versteht mich nicht falsch, ich meine nicht, dass die Momente zu verworren sind (hey, ich hab Final Crisis von Grant Morrison gelesen), ich hätte mir einfach mehr intelligente Erzählstruktur gewünscht, mehr logischen und rationalen Tiefgang. Mehr Augenblicke in denen ich als Leser nur sagen kann “Mein Gott, von der Seite habe ich das noch gar nicht betrachtet” oder “What the fuck! Wie kommt der Mann auf so was?!”. Versteht ihr? Parallel dazu muss ich aber auch sagen, dass ich erstaunt bin, wie groß die Story doch letztendlich geworden ist. Ich hab bisher die Erfahrung gemacht, dass Origins sich wirklich nur auf den Kern der Saga, auf den Protagonisten, beschränken und diesen in den Mittelpunkt setzen. Waid tat das auch, er teilte die Kernaussage aber in mehrere Stücke und hat noch eine weitreichende Geschichte drum herum gesetzt. Da hätte man auch locker ein eigenes Buch für schreiben können. Unabhängig von der Origin.

Ich hoffe die unzulängliche Anzahl an von mir hochgeladenen Bildern kann es verdeutlichen, wie bombastisch der Comic eigentlich wirkt. Wenn ich nur ein Wort hätte, um den Stil beschreiben zu müssen, würde ich “rough” in den Raum schmeißen. Yu erzeugt mit teils so wenigen Strichen eine Atmosphäre, die auf visueller Ebene ihresgleichen sucht. Es widerfährt einem soviel Zorn, Angst, Verzweiflung und Hass, gleichzeitig treffen die Gefühle aber auch auf eine ungeheure Menge an Panels voll mit Liebe, Aufrichtigkeit und Freude. Grandios!

“Mother… Father… I made it. “

Comic Quickie | Batman: Devil’s Asylum

by batpawn | | February 10th, 2010 | batpawn, columns & rants, comics, reviews | No Comments »

Man stelle sich einmal vor dass man bereits seit dem zarten alter von 4 Jährchen tüchtig damit beschäftigt ist seine Comicsammlung aufzustocken. Für wahr kommen da so einige Perlen zusammen bei denen es schon gefunkt hat, als man mit seinen zarten Händchen das einladend glatte Hochglanzcover berührt hat. Eine Liaison zwischen Leser und Lesestoff, ein Funke der sich zu einem wilden Feuer entwickelt hat. Geschichten die Berge versetzen können, die inspirieren und zum nachdenken anregen. Selbst viele Stunden nachdem man die letzte Seite zugeschlagen hat. Wie nennt man das? Euphorie? Wahrlich fallen einem die Schuppen von den Augen, und vor lauter Begeisterung vergisst man regelrecht zu zwinkern, und die warmen Tränen die sich über das frisch luftschnappende Auge legen mögen zwar nicht die Bleichen Schuppen ersetzen können, lassen den Blick auf andere, beschauliche Werke aber dennoch ungemein limitieren.

Das soll natürlich nicht heißen dass man diese ‘anderen’ Werke vollkommen an sich hat vorbeiziehen lassen. Im Gegenteil, man liest sie, wirklich! Findet sogar gefallen an ihnen und bemerkt das Verstreichen von so manch unterhaltsamer Stunde. Trotzdem erscheint einem der zugrunde liegende Stoff als nichts weiter als eine unterhaltsame Trivialität, mit der man sich auch nicht weiter befassen möchte. Man merkt allerdings nicht, wie unrecht man dieser Lektüre allerdings tut. Und erst wenn man sie rund 13 Jahre später wieder aus der Mottenkiste herausholt und der Nostalgie wegen darin stöbert, die Tränchen wegwischt und sich der Poesie der Bilder vollends hingibt, fällt auf, dass einem etwas entgangen ist, das in Zeiten des Superheldenbombast zur Seltenheit geworden ist: ein stilles Meisterwerk.

Die Geschichte selbst könnte simpler nicht gestrickt sein. Kryppen, ein kleiner Giftmörder der aufgrund seines … extraordinären … Talentes, tödliches Gift aus seinen eigenen, körperlichen Sekreten zu gewinnen, unter ständiger Videobeobachtung innerhalb Arkhams Intensivstation steht, schließt einen Pakt mit dem Teufel – Neron. Der Teufel bietet Kryppen ein gar verführerisches Angebot, das nicht weniger als die Herrschaft über die gesamte Welt beinhaltet. Doch um in den Genuss dieser zünftigen Kost zu kommen, benötigt der Teufel zunächst eine Seele. Allerdings ist es nicht die Seele Kryppens, an die er interessiert ist. Nein nein, mit einem kleinen geistesgestörten Triebtäter weiß die Personifikation des Bösen nichts anzufangen. Viel mehr dürstet es den Unendlichen nach Gothams ganz eigenem Dämon der Nacht. Nun liegt es an Kryppen die Aufmerksamkeit von eben diesem zu gewinnen… und das um jeden Preis.

Es ist schon ironisch wenn man erst nach so vielen Jahren bemerkt, dass diese Geschichte zentral doch eine der interessantesten Themen moderner Batmangeschichten aufwirft, die aktuell in Grant Morrisons fabelhaftem derzeitigen Batmanrun aufgegriffen wird: Batman gegen den Drachen, den alten Mann, den Dämon – der Teufel. Doch dieser fast schon irrwitzige Twist wird so subtil in das Geschehen eingebaut, dass man es bewusst zunächst gar nicht wirklich wahr nimmt. Erst nach eingehendem studieren des Stoffes fallen so viele interessante Facetten und Strukturen auf die für sich stehend bereits ganze Bände füllen könnten. Wie kann Batman, ein Mensch aus Fleisch und Blut gegen eine Böse Kraft, so alt wie die Welt selbst, antreten und in einem direkten Kampf die Überhand gewinnen? Nicht überraschend ist es vor allem die psychologische Komponente dieser Auseinandersetzung, die den Ton der Musik angibt. Natürlich versucht der Dunkle Ritter Satan dort zu treffen, wo er es am wenigsten erwartet und es ihn doch am meisten schmerzt: seine Psyche. Dass dieser psychologische Kampf – Mann gegen Monster – innerhalb DCs Hauptstadt der Geisteskranken, nämlich Arkham, stattfindet – und der Teufel sich von dort aus sein irdisches Reich errichten will – versetzt dem Leser einen Schlag in die Magengrube, der so wunderbar sitzt als würde man die Faust ins Auge und einen Nagel in den Kopf gepfeffert bekommen.

Was das ganze vor allem interessant macht, ist die symbolische Komponente die zwischen den Zeilen steht. So macht sich Batman schon seit mehreren Jahren das Antlitz Satans zu nutze, kleidet sich in dessen Farben und Formen und versucht in Dämonischer Gestalt das Verbrechen in seinen Grundfesten zu zerstören. Scharfe Hörner krönen sein Haupt, ein kilometerlanges, zerfetztes Cape aus schwarzem Leder wie die Flügel eines Drachens schlingt sich um ihn, hüllt ihn ein und umarmt ihn förmlich, so wie er täglich die Nacht, den Wahnsinn und die Gewalt umarmt und willkommen heißt. Er ist eine Perversion von all dem,wofür der wahrhaftige Fürst der Finsternis steht. Nun tritt der Teufel, mit all seiner aus Rachsucht gewonnenen Macht auf den Plan um Batman Absolution zu erteilen, und ihn auf dessen blutige Seite zu ziehen. Wie so oft ist es Batmans ständiger Zwiespalt zwischen Rache und Gerechtigkeit die den entscheidenden Tropfen in das Fass kippt. Was bringt ihn dazu seine Ideale zu verraten und Vergeltung an seinen vielen Widersachern zu üben? Würde er es tun um dafür das Überleben hunderter zu gewährleisten? Ist der Verlust seiner Seele an den Leibhaftigen das schlimmste Übel das ihm zuteil wird, oder steht viel mehr die Angst in die Grube des eigenen Wahnsinns zu fallen im Vordergrund?

Getextet wurde das ganze von Alan Grant, der bereits 1995 (als dieser Comic veröffentlicht wurde) ein alteingesessener Hase in der Branche war. Viele werden wohl den ersten Kontakt mit ihm gemacht haben, als er noch die Manuskripte zu der dystopischen Technoir-Satire Judge Dredd für das britische Comicmagazin “2000 AD” verfasst hat. Für Batman hat er unter anderem einige der relevantesten Charaktere der ‘Modern Age’ mitbegründet, die auch heute noch fixer Bestandteil des Batman Multiversums sind. Neben dem anarchischen Freiheitskämpfer Anarky (in dessen eigener Miniserie nicht nur viele politische Ansichten Grants mit einflossen, sondern auch seine ganz persönliche Betrachtungsweise von Religion) und dem psychopathischen Auftragskiller Tally Man, gehen auch Dr. Jeremiah Arkham – der Neffe von Amadeus Arkham und neuer Leiter der Irrenanstalt, und der Triebtäter mit Sinn für das ästhetische im Sterben, Mr. Zsasz. Die letzten Beiden sind auch hier in einigen mehr oder minder schlagkräftigen Nebenrollen Vertreten. Vor allem Jeremia entführt den Leser in sein ganz persönliches Tagebuch, und lässt uns einen Blick auf seine… unorthodoxen… Therapiemethoden erhaschen. Wieder einmal bemerkt man dass die Linie zwischen Genie und Wahnsinn dünner nicht sein kann.

Devil’s Asylum ist wahrlich ein Heidenspaß… sogar für Nichtheiden. Auch wenn man nach gerade einmal rund 40 Seiten gemeinsam mit Batman in die Nacht entlassen wird, sind es 40 Seiten die ein Lächeln, sowohl auf den Mündern von Batmanfans, als auch von Hobbyesoterikern und Sonntagssatanisten, wie auch ewigen Goths und Gruftis  zaubern werden. Ganz nebenbei gesagt ist es vermutlich eine der kompaktesten, spannendsten und mitreißendsten Batmangeschichten der letzten 20 Jahre die vor allem Arkham Veteranen, die selbst nach solchen Werken wie A Serious House On A Serious Earth noch immer nicht genug vom Etablissement für geistig Verwirrte haben, mit all seinen liebevollen Details im Bezug auf dessen Infrastruktur, begeistern wird.

There… I said it…!

Mystery - Horror
Alan Grant, Rick Burchett, Brian Stelfreeze
Cover: Dave Taylor
© 1995, DC COMICS

10 Jahre, 10 Filme – Ein Cineastischer Rückblick Auf Eine Dekade

by batpawn | | January 24th, 2010 | batpawn, columns & rants, movies, reviews | No Comments »

21 Grams (2003)

Auf den Punkt perfekt definierte Charakteranalyse über die Bedeutung von Liebe in unserer heutigen Zeit und die Schwere der Menschlichkeit. Wie weit würde man für Liebe gehen? Was würde uns dazu bringen einen Menschen zu töten oder seine Ermordung zu billigen? Themen die mich gerade Heute sehr beschäftigen und die zunehmend in meine Arbeiten einfließen. Dieser Film ist eine unheimliche Inspiration für mich und nicht nur einer der ganz großen Filme der letzten Dekade, sondern einer meiner Lieblingsfilme überhaupt. [...]

(more…)

midges

by postu | | August 23rd, 2009 | columns & rants, postu, videos | No Comments »

11:50 pm. I’m sitting here, in front of my computer. There are three windows in my room, all of them are wide open now. I like the noises. Next to my house is a through road, you shouldn’t think it’ll be quiet at night. No, I’m even wondering where all these cars are headed. Every few seconds another one… vroooom. I accustomed to that, it’s not so bad. But what is worse are all those little critters. Midges, moths, mosquitos and so on. Some of them siege the luminous display, others go for my warm and sweaty skin. It’s disgusting and everything itches.

I recently watched Ken Park and how shall I put it…? After the exciting intro it went to the dogs, except for the role of James Ransone, Tate.

A bit later he stabs his grandparents to death. Fuckers.

Rather good as a pastime, nothing more.  Yet another point I can check off from my to do-list (I’m going to show it to you one time). I think a midge or something bit me right now, darn.

Anyway,  i’ll turn off  my computer immediately and go to bed. “Dark Side of the Moon” should be good for tonight. Vroooooom.

[Fan Film] BATMAN: Ashes To Ashes

by batpawn | | June 2nd, 2009 | batpawn, columns & rants, comics, movies, videos | No Comments »

ashes

Oh my god. That’s dark… and I really mean DARK. And I’m not talking about “Little twelve year old Mary got her hand shredded in the meatgrinder” dark – I’m talking about “I fuck your wife and rape your baby at the same time” dark. You heard me, I’m not making anything up here, trust me. If you are only half-way as sensitive as I am, you better go away now. Leave this blog, don’t read any further. Trust me, it’s better for your precious little mind. But if you are interested in – how ironic -one of the most depressing, compelling and visually stunning “Batman fanfilms” of all time, then I’ve got one hell of a treat for you.

The thing is, that this treat isn’t necessarily tasty, sweet and enjoyable to swallow. Believe me, I can’t blame you if you seriously want to puke it out afterwards. But you have to agree that it was, at least, an interesting new taste and that you might learn to keep it in your stomach the more you watch this fine piece of art. Believe me, if you are psychologically “screw loose” like myself – and I think you are since you are reading this blog – you WILL watch it at least two more times until you can finally judge over it.

Ashes to Ashes” appears to be a 17 minute short film project by a bunch of very creative, and – I might almost say – visionary, french independent filmmakers, called Julien Mokrani and Samuel Bodin. Visually, it’s very VERY gothic. And if you know me, that’s in my book always a good thing. But not only does it look like the scenes were artistically ripped out of the pages of “BATMAN: Arkham Asylum”, there is a slide hint of film noir thrown in it. And what does this mean for your most favorite austrian comicbook nerd? ORGASM. What else could it possibly mean if my most favorite Batman comicbook genres got thrown together, marry each other and start to have an ongoing sex relationship? I think you got me.

The real interesting part of this story is the year it takes place in – 1938. The tale centres around the small-time gangster “Eddy” who breaks together with his two gangmates, to get mones that he needs so much for his beloved daughter, into Wayne Manor. But Blood is soon ready to split when they gut interrupted by Bruce Wayne’s faithful butler Alfred Pennyworth. With blood on their hands, the three gangsters bolt deep inside of the rotten, corrupted streets of Gotham City. But they can’t be save, since the mysterious, violent and fearsome creature – only known as the Batman – is lurking in the shadows, ready to attack and bring vengeance over them. If that’s not worse enough, Eddy has to struggle with a mass-murdering – yet unknown madman, who’s passion for murder puts a smile on his own face.

As I said in the beginning of this entry, the film really is dark. And gruesome. And violent. And therefor definitely not for everyone of my precious blog viewers. The violence and the themes in this flick are VERY graphic. But if you enjoy such Batman comics like “ARKHAM ASYLUM – A serious house on a serious earth”, “Night Cries” and “Black Orchid”, you will definitely love this (I know I did).

To watch the whole movie, check out the official website of the creators. Beside the film, it features a very interesting making-of you should definitely check out afterwards.

ASHES TO ASHES FEATURE FILM


If you don’t want to buy a pig in a poke, check out the trailer for this fanfilm first, to see if it even suits your taste:

P.S.: If you wondered how BATMAN:Golgothik (yeah, I’m still working on it) will look like, this flick comes pretty close.


[Blogging Television #01] “90210″ Episode 1: We’re Not in Kansas Anymore

by batpawn | | April 18th, 2009 | batpawn, columns & rants | No Comments »

“Fuck Kansas, My DIGNITY Doesn’t Exist Anymore!”

What the hell am I thinking? I’m only 5 minutes into this crap and already wish that an archangel would come down from holy heaven, pointing a freaking desert eagle next to my head and pulling the trigger, so I’m able to watch how my beautiful brain splashes against the wall and colours it in the prettiest colours imaginable. That would be, at least, more entertaining than watching this pile of shit.

I’m, of course, talking about the glorious new show that finally arrived in austria television, ready to suck out the personality of thousands of teenagers everywhere – built up for your materialistic “I want to have big tits and be rich one day. Who needs creativity, talent and individualism these days anyway? That’s for pussies!” pleasure only – 90210. The follow-up to the 90’s tv-sensation Beverly Hills, 90210, the godmother of the “less stories and more spoilt brats” extravaganza. The hell-spawn of all “High School Musicals” to come. To put long things short: a show that wasn’t even good to begin with. A show that was so 90’s that even the 80’s would be so embarrassed about it, that they would deny the show’s existance with a passion. So who in god’s name needs a follow-up? I SURE AS HELL don’t! Gnahahahaha – KILL ME!!

titsforbrains
WE HAS TITS FO BRAINS, GNIHIHI ^_^

AAAlrighty, let the torture begin. So, what happened so far? I have seriously no idea whatsoever. From what I can tell, there is this Dude who got a job offer as being the principal of some sort of high school thingie somewhere in 90210 (it’s so hip to use the zipcode instead of saying the actual fucking name of the goddamn place, you know?) where he graduated back 50 years ago. Which he – you guessed it – accepted. So he, his wife (who seems to have a vacuum instead of a brain) and his two 27-year old kids – who suffer from a serious case of schizophrenia, since they think that they are 15 years old – move to 90210 (GAAAH!!), where lots of fun and adventures are waiting for them – or something in that lines, I don’t know, I’ve already set my brain to stand-by.

So, as in every horrifying teenage spectacular, there are rolemodels devided to every kind of youngster stereotype fucking imaginable.  Those are so understandably displayed, that even a brain-amputee on drugs would get it (which is a paradox of it’s own, since that’s pretty much the group of viewers this show is aimed for).There is the “every-girl” whore, Annie, who is lovely at first but turns out to be so unbelievably stupid that you get this torturing desire to constantly beat her with a stick. She doesn’t know where her place in this cruel world between the sun, palms and tequila parties really is (good god, please, I WANT to have her problems!), that’s why she at first becomes friends with the girl that is “too cool for school”, Naomi, rich, famous, beautiful (at least the script says that she is) – basically the girl every boy in school wants to get a luckymoment with.

She has got a boyfriend, named Eathan, who Annie – SUPRISINGLY ENOUGH – got the “hots” for. Of course, Ethan is the “every boy type” of role model, which should suggest right from the beginning that he and Annie are meant for each other. Annie, that lucky slut can be pleased since Ethan (who is, by the way, age oh tea – ganh!!) is cheating on Naomi RIGHT IN THE FIRST EPISODE (and if you take a good look at Naomi, you can totally understand this Sir.). If that’s not quite an intense metaphor of how much he and Annie are meant for each other, than I don’t know what is. That’s what I call foreshadowing, bitchez!!

Heheh…

PLEASE JUST KILL ME, KILL ME TO DEATH!!

So, is everyone still following me to this point? Well, me neither! So, keep going! Oh, I almost forgot Annie’s brother – Dixon – who is hot (of – course), an ace at sports and… well… these are all the attributes that are seriously going for him. To my biggest suprise, he is maybe the person with the biggest amount of personality in this whole fucking episode. Ain’t that ironic? Oh, yeah, something I didn’t get was the matter of fact the he is black while his parents as well as his sisters are caucasian natives. I’m pretty sure that this was explained in the episode (at least I hope it was) but – as I said – my brain was set to stand-by, that’s why I think that this amount of information would have made it implode. So, if there’s any sort of case that anyone of you have watched this episode too, could you please explain to me in the comments how this ist biologically even possible? Thank you very much.

So Dixon, this sexy MoFo, attempts to be a player in one of the schools sportteams (I seriously have no idea what kind of sport it was. I mean, that was funny as hell. I SAW what they were playing, but my brain couldn’t figure out at that moment what it actually was… awkward…) where it turns out that he is a much better player than the teams actual “superstar” who is (YOU WON’T BELIEVE IT!!) Ethan (dam dam daaaaaam, but, to be honest, I don’t know if it really was him. They are all so HOT, it’s so hard to make out a difference) who goes apeshit Hitler on Dixon’s blackass (this Eathan, what a role model that everybody should look up to) and beats the shit out of him with an hockey stick (again, I absolutely don’t know if it really was a hockey stick, I just use the term because I think it sounds awesome). But, poor Dixon, nobody believes that Eathan was the one who started the fight (am I the only one who sees some sort of “whitemen everywhere, get up and take the blackmen’s dignity. Austrian Guy’s one too, if you are at it” metaphor right there? I’m just asking…). That’s why he got sent directly to the principal who is (ironically enough) his own father. Seriously, what the fuck?!

OH MY GOD, I can’t take this anymore, make it stop, make it stop!!
20 Minutes to go? JESUS FFFFUCKING CHRIST ON A STICK!!

splishysplishy
SPLISHY SPLISHY SPLASH-SPLASH! THERE GOES OUR ACTING CREDIBILITY!! XD

Okay, please, we cut everything short from now on. Annie meets at some point a goth-punk-indie-whatever chick named Silver (who’s realname is Erin, but she would “fuck your goshdarn brains out and plays pingpong with you filthy liver” if you call her so. Quite a deal, if you ask me). So Erin (eat this!) is, you can tell, the role model of every outsider and underdog who hates the “glamour world of the high society” with a passion at first, while, in fact, just wants to be a part of it (but we can’t tell from now since the script is soooo innovative) in the end.

Erin hates glamour-bitch Naomi with a passion (what a suprise) and Annie, all of a sudden, too since she is friends with Naomi at this point (‘glad that everyone on this show loves conventional thinking so much). Therefor she creates an evilish prank-video that makes fun of Annie, which she uploads on her website (which, of course, doesn’t look like any website in the whole world would look like – ever. If I would log-on to a website that looks this flashy, I would contact Applecomputers and tell them that my iMac got the “I’m such an underdog bitch, fear my hate for the humankind!” virus) and in that process, she and Annie become friends. (Please, don’t even think about asking me to explain this to you. Some people just seem to hate themselves).

We jump forward to a scene where Naomi cries out loud to Annie, that she hasn’t done her homework yet and that she needs to have it for tomorrow. But, lazy as this stupid moron is, she can’t do it, since she has to organize her 16th (yeah, riiiiight – we got another schizo right here) birthday (OH NOES! :’( ). But Annie, the good farmer-girl that she is, hands over the exact same homework she already did a year ago (y’know, in 90210, the educational system is a bit slower than in Kansas)  with the words “here you’ve got it you stupid lazy-bitch, now get the fuck up and do something you spoilt prick”. But, well well, Annie seemes to forget that she is pretty much the definition of an IDIOT, at this point. But, don’t worry, at the next day, she is quite shocked that Naomi hand in the exact same homework that she did a year ago. (… WHAT THE FUCK WAS THE POINT OF HANDING HER YOUR FUCKING ESSAY IN THE FIRST PLACE THEN, JESUS FUCKING CHRIST, YOU STUPID FUC–…)

Oookay. So Principal Moron seems to remember Annie’s essay too (guh…), and Naomi doesn’t want Annie to come to her birthdayparty anymore (why? I don’t know, because the screenplay doesn’t make any sense, perhaps?). But Annie doesn’t care (yap) and she goes to the party, uninvited, together with Dixon and Erin, anyway. Naomi finds out that Ethan cheated on her, Dixon is – why in hell’s name ever – a part of the sportsteam again, Ethan goes to the Beach to surf in the middle of the night (because that’s what real man do when they are depressed… they – go – surfing…) and Annie takes a look on Ethan’s wet croth. Episode’s over, I survived – YAY!

I just can’t believe how bad this was. Leave this unbelievable stupid screenplay alone (which doesn’t make any sense, anyway…), I can tell from the first episode that this is going to be far worse than the (horrible) original 90’s tv-show. It’s just a mish-mash of horrible all-american teen cliché’s, mixed together with some of the worst acting I’ve seen in a show in YEARS (and that’s an understatement). Instead of getting energic actors, you see a handful – oh fuck it – you only see “beautiful” people (or at least people that are considered being beautiful in our society), beautiful students, beautiful teachers (who would put the “My First Sex-Teacher” section on NaughtyAmerica to shame)  who’s acting seems like they are reading their lines straight from a cardboard which the director is holding high up into the air, fulfilled with anger about those stupid idiots that are jumping around infront of the camera.

That’s basically all that goes for it. If you like US-High School Stupidity and don’t care about losing some of you IQ in the process of watching this garbage, you are in for a pretty bumpy ride. Everyone else: AVOID IT; BURN IT, BURN IT ALL TO THE GROUND!

I, on the other hand, seriously need some aspirin… and crack…

Diolch yn fawr, Motherfucker! Great minds think alike.

by batpawn | | April 14th, 2009 | batpawn, columns & rants, videos | 1 Comment »

About two weeks ago, I found on one of my ‘every day “youtube journeys”‘ the wonderful videochannel of the fantastic “Sophie Brown”, who’s videos are not only charming to watch, but also fun to watch. After contacting her on “Myspace”, something like – I might almost say – friendship began to grow. Even though this friendship couldn’t have been more difficult to accomplish. Oh, don’t get me wrong, not our personal tastes in film – music and books (which is – to my suprise – pretty similar), nor the distance (she’s an english girl living in wales – doesn’t that sound romantic?) was the biggest problem. It was the language.

No-no-no, my english is pretty good (I hope) and so is – of course – hers. But one day, without knowing what horryfying thing might crawl over my body – eating my sins and feeding me with shame – eyes all red, I was caught by suprise (and total horror!) as she threw a single, tiny word into our conversation – ugly, dark and cynical as one word could possibly be. I didn’t know where it comes from, or what this god forsaken misnomer even means. But saying that Rydw was the – by far – single most disturbing thing I have ever read in my entire life, would be an understatement.

Naive, as I was, I didn’t really know that “welsh” is, in fact, a real existing language. I thought it might just be one hell of a british accent, true, with many unique words thrown in. But that’s, in the end, austrian- and swiss-german too… I had no Idea. So Sophie, this wunderful wonderful person… and I, this – well – austrian guy with a thick accent, made a deal. The deal was simple enough. She teachses me the welsh slang for “Thank You Very Much” in one of her vlogs, but therefor, I have to make my own vlog (teh utter horror!) in which I say it myself as good as I can while teaching her – at the same time (!!) – how to pronounce my name. Sounds simple enough? It might have been, if I wouldn’t take it so gosh darn serious – d’oh.

So, be warned to get amazed, when “Crazy Austrian Guy” does what he does worst – speaking english while trying to control his accent. Oh well, at least I’m no “Schwarzenegger”.

Sophie’s Vlog:

The horryfying response:

(You have to be a Youtube-friend of mine to watch it – duh)

Definitely check out Miss Brown’s (MannequinHearts) YouTube channel, right here.

Care to read nice poetry, gripping stories and tales from the everyday-life of a british girl? Then view her Blog, if you dare!

Batman R.I.P., Final Crisis und die Nachwehen

by batpawn | | March 16th, 2009 | batpawn, columns & rants, comics | No Comments »

unbenannt-1
“Von Fans, Fanatisten, Fledermausschänderei und einer Dystopie”

Was sind das für Turbulente Zeiten die der Dunkle Ritter in den letzten Monaten hinter sich brachte? Geplagt vom Kampf gegen drei gewalttätige Nachahmer in Gotham City brachte Grant Morrison den maskierten Rächer an seine psychischen Grenzen, diese in Physische durchbrochen wurden als er im Kampf der Finalen Krise des DC Universums von einem Gott, Darkseid, getötet wurde. Ja, sollten es einige von euch noch nicht mitbekommen haben; Bruce Wayne ist tot.

batsbanane

Man mag fast endgültig sagen, doch das DC Universum wäre nicht was es ist, wenn es seine geliebten Verstorbenen nicht wieder in das Reich der Lebenden zurück bringen würde. Sei es nun ein Hal Jordan (Green Lantern), Barry Allen (The Flash), Jason Todd (Robin II) oder Clark Kent (Superman).  Seien wir ehrlich, es wäre schon fast schockierender wenn gar kein DC Held bei den größeren Megaevents den Löffel abgeben würde, denn das Endresultat ist doch nach wie vor das Selbe – sie kommen wieder. Ob man will, oder nicht, Särge können nicht fest genug Zugenagelt sein.

Obwohl es so sicher wie das Amen in der Kirche ist, dass Bruce Wayne eine massive Neugeburt erleben wird bin ich sehr oft über manche Meinung aus den Communities überrascht. Da wird DC Comics “Gottes Vergewaltigung” an den Kopf geworfen. Kritisiert dass sie ihren eigenen Helden – sprich wörtlich – umbringen und auf seinem Grabe tanzen. Tatsächlich vergessen diese Fans allerdings auch wie Lukrativ eine solche Aktion ist. Die reguläre Batman Serie in den USA zählt seit 2003 endlich wieder auf längere Distanz zu den Top 5 bestverkauften Comicmagazinen, ein Luxus der dem Comic in den letzten 6 Jahren verwehrt blieb. Auf einem so überfüllten Markt wie dem amerikanischen Comicsektor ist das eine riesen Sache. Selbst für eine multimillionen schwere Figur wie den Fledermausmann.

Es ist fraglich wo genau diese unheimliche Angst vor Veränderung herzuführen ist? Der Fan an sich ist ein unheimlich arrogantes Wesen. Er frisst nur was er kennt. Ob das was er kennt sich in mehreren Jahren schon zu tode gelaufen hat oder nicht ist ihm da völlig Egal. Man zahlt scheinbar lieber Geld für durchschnittlich aufgewärmte Lesekost als es leckeres Häppchen Individualität und Kreativität zu dinieren. Man mag mich einen Morrisonianer beschimpfen, aber was dieser Herr aus den Batmancomics der letzten Jahre herausgeholt hat ist ein regelrechter Kniefall vor dem Herren. Batman lebt und atmet wieder, er wurde erneuert und seine Geschichten sind frischer denn je. Was man als Anhänger der Fledermaus zu lesen bekommt sind mehr als schlichte Comicabenteuer Monat für Monat. Es sind Charakterstudien, Comicpsychologie und der Versuch Batman zu relativieren. Es sind interessante Geschichten, Stories voller Tiefsinn – mehrschichtig und packend. Geschrieben von einem Fan für Fans. Und dennoch wollen es die Fans nicht fressen. Sie nehmen es in die Hand, spucken drauf und werfen es zurück.

“Warum kriegen wir nicht einfach was wir wollen?”, schreit es aus einer Ecke. “Wieso vergewaltigt ihr unseren Lieblingshelden anstatt ihn in schon da gewesene Abenteuer zu packen, die sowieso einen Logikfehler nach dem anderen aufweist, da Batman mit seiner über die Jahre antrainierten Erfahrung, die Fälle schon innerhalb von zwei Seiten lösen müsste?”, schreit es aus der anderen.
Es war Alan Moore der einst einen unheimlich klugen Satz sagte, der perfekt das Verhältnis ‘Fans/Comicverlag’ umschreibt. Er meinte dass der Leitsatz ‘Gib den Lesern was sie wollen’ als solches ein absoluter Unfug ist, da sich Leser nicht darüber im klaren sind, was sie eigentlich wollen. Man muss ihnen geben ‘was sie brauchen’, und was das ist wissen nur die Autoren – ihre Nahrungsgeber. Sicherlich ein relativ hypokritisches Zeugnis, und dennoch sehr Sinnvoll.

supervat

Fans werden nämlich immer etwas zum nörgeln finden. Seien es die Oscarnominierungen ihres Lieblingsfilmes oder die Geschichten aus ihren Lieblingscomics. Ich erinnere mich an den Aufschrei der Community in den vergangenen Jahren, wo man Galle geschrien hat dass sich im Comicsektor doch nichts weiterentwickele, wo man auf Knien heulend sich wünschte dass der Figur des Dunklen Ritters endlich neue Facetten gegeben werden. Die Zeit ist nun endlich gekommen, und nun? Fans sind unzufrieden. Fans wollen alles wieder zum Status Quo zurück haben. Man kann im Grunde eine Sache mit Sicherheit behaupten: Fans sind dämlich, und daran wird sich nie etwas ändern. Ich weiß es, ich bin ja ein Fan.

Ich bin schlicht und ergreifend aufgeregt zu sehen, wie sich das ganze jetzt nach der Final Crisis – Batman’s Tod – weiterentwickeln wird. Ich kenne Morrison – bin ja schon seit mehreren Jahren begeisterter Leser seiner Arbeiten – und weiß daher genau dass das ganze noch auf etwas größeres hinaus laufen wird. Die geplanten Comicprojekte die für diesen Sommer geplant werden versprechen schon jetzt großes, vor allem Morrison’s ‘Batman & Robin’ verspricht ein erstklassiger Run zu werden. Ich hoffe auch dass Batman’s Tod noch größere Konsequenzen nach sich ziehen und nicht einfach in einem Jahr durch seine “Rückkehr” zunichte gemacht, er sich das Cape wieder umhängen und erneut gegen das Verbrechen kämpfen wird.

Mit freudiger Erwartung fiebere ich einem neuen Batman… oder vielleicht sogar mehrere neuen, entgegen. Und hoffentlich werden sich diese Welche auch sehr stark von Bruce Wayne unterscheiden. Ein Tim Drake der das Kostüm überstreift und der selbe deprimierte Sack wie Bruce ist, wäre nicht nur uninteressant, sondern auch Kontraproduktiv für die derzeitige Entwicklung der Bilderheftchen, die so unheimlich stark im Gange ist.

Ich wünsche mir ein zweites Knightfall, einen Batman mit seinem eigenen Stil. Macht ihn von mir aus moralischer oder (am besten) unmoralischer. Zeigt mir Jemanden der mit der Verantwortung Batman zu sein nicht wirklich klar kommt und nach und nach psychisch daran zerbricht. Ich will Drama und plausible Psychologie, und keinen magischen “zack zack hier ist er wieder” Schnick Schnack. Sollte Bruce zurück kehren  wünsche ich mir nicht nur eine Plausible Erläuterung dieses Umstanden, ich will ihn nicht sofort wieder als Batman sehen. Ich will etwas großes sehen, überrascht werden, ich will mit den Geschichten leiden und lachen. Denn sehen wir es ein, Comics sind Massenunterhaltung, und genau das wollen wir doch alle; Massenunterhaltung auf hohem Niveau.

Ich verstehe es, wenn Leute nicht damit konform gehen wenn “ihr” Batman tot ist, aber warum sind diese nicht in der Lage den Wunsch anderer Menschen zu respektieren dass man frischen Wind in seinem Lieblingscomic haben möchte und abwarten in welche Richtung sich das ganze entwickeln wird? Über die Monate wurde man mit Andeutungen darauf berieselt, und nun bestätigt sich diese Vermutung auch: Batman’s Tod ist erst der Anfang der Geschichte, der Beginn von etwas großem und – vielleicht – auch etwas ganz besonderes. Viele Leser betrachten Batman nur als Bruce Wayne, doch das ist einfach zu simpel gegriffen. Batman ist mehr als das, er ist ein Symbol. Der Gedanke und das Ideal Batmans werden nicht mit Bruce Wayne sterben. nein, es werden andere kommen die dieser Legende Tribut zollen, mit allem das ihnen in ihrer Macht steht, mit aller Kraft.

y1001Der großartige Illustrator und Autor ‘Paul Pope‘ erschuf mit seinem fantastischen Comickunstwerk “Batman: Year 100″ ein dystopisches Heldendrama über einen dunklen Rächer hinter dessen Maske sich kein Bruce Wayne verbirgt, sonder ein Unbekanntes Individuum, das nur ihm bekannte Ziele verfolgt, Gotham City von der Korruption und der Diktatur Amerikas zu befreien. Die Aussage dieses Comics, welche uns zum nachdenken bringt, war schlicht und einfach dass nicht Bruce Wayne DER Batman ist. Batman ist ein Symbol und ein Ideal welches sich Menschen verschreiben um gutes zu tun. Bruce Wayne ist der emotionale Beginn dieser Ära, er hat dieses Monster erschaffen, er ist die Blaupause. Aber Batman ist mehr als Fleisch und Blut, mehr als nur ein Mensch. Er ist ein freier Geist, ein körperloses Wesen auf der suche nach einem Wirt. Eine Theorie die so einfach wie Aussagekräftig ist und in seiner Relevanz unverkennbar. Ich wünschte nur dass mehrere Leser es so sehen und Batman als das akzeptieren, was er nunmal ist: eine Inspiration, eine Idee.

Denn sehen wir es doch endlich alle ein, nehmen wir uns bei den Händen und haben uns lieb: Er wird zurück kehren, ob wir wollen oder nicht, er – der bereits einen Gott tödlich verwundete – wird auch gegen den Tod obsiegen und wieder über das Böse richten. Die Dunkelheit wird uns noch alle einholen, egal was wir tun


“When the cold wind blows, and the night is it’s darkest,
you will
whisper my name.
For I am
Fear, I am the Bat!

Who watches the Watchmen – in AAAARCAAAADE!!?!

by batpawn | | February 21st, 2009 | batpawn, columns & rants | No Comments »

Irrsinnig kurzweilig, irrsinnig einfach und irrsinnig charmant. Das virale Marketing zu Watchmen schlägt um sich und beschert den sehnsüchtig auf den Film (österr. Start am 05. März) wartenden Fans ein kleines aber feines “Watchmen Arcadegame”, angelehnt an die Spielhallenprügler der 80er Jahre (wie passend). Geprügelt werden darf ab sofort online. Klickt einfach auf den Screenshot.

bild-2

Etwas bizarrer zeigt sich da manch andere Marketingidee. So präsentierte Warner Bros. ‘Amerikas einzig wahren Beschützer’. Ein entzückendes Goodie aus der Rubrik: “Dinge die ihr nie haben wolltet”. Aber immerhin passend in manhattanblau.

watchmen-condom

Individuelle Ideen oder Rabiat-Dilettant? Das solltet besser ihr, liebe Leser, entscheiden. Doch eines kann ich mit absoluter Sicherheit sagen; Ich höre gerade Alan Moore’s Hände über den Kopf zusammenschlagen. Es schnalzt.

« Older Entries |

My Writings. My Thoughts.